Staatlich anerkannte_r Heilpädagog_in
Ausbildungsart:
Aus- und Weiterbildung an Fachschulen
Ausbildungsformen:
vollzeitschulische Form (inkl. Praxisphasen)
Ausbildungsdauer:
1 Jahr für Erzieher_innen/Heilerziehungspfleger_innen, Absolvent_innen mit einem BA-Abschluss im pädagogischen Bereich; 1,5 Jahre für Kranken-/Alten-/Kinderpfleger_innen, Ergotherapeuten etc.
Lernorte:
Berufskolleg/ heilpädagogische Praxisstellen
Ausbildungskosten:
kein Schulgeld/ Beiträge für Unterrichtsmaterialien und Schulbücher
Ausbildungsziel
  • aus einer partnerschaftlichen Haltung heraus die Menschen mit Beeinträchtigungen als Subjekt annehmen und sie in ihrem Bedürfnis nach Autonomie und personaler und sozialer Integration unterstützen
  • Betrachtung des einzelnen Menschen in seiner Ganzheit unter Berücksichtigung der Einheit körperlicher, geistiger, seelischer und sozialer Dimensionen
Tätigkeiten (Was macht man in diesem Beruf?)
  • Heilpädagogische Entwicklungsbegleitung und Entwicklungsdiagnostik
  • professionelle Beratung im individuellen und systemischen Kontext
  • Anleitung von Mitarbeiter_innen
  • Umsetzung von Konzepten inklusiver Bildung und Erziehung, etc.
Zielgruppe (Mit wem arbeitet man in diesem Beruf?)
„Heilpädago_innen sind überall dort gefragt, wo Menschen jeden Alters aufgrund von sozialem Ausschluss, Benachteiligung oder (drohender) Behinderung vor Entwicklungs- und Teilhabebarrieren stehen und die allgemeine Pädagogik keine entsprechenden Lösungsmöglichkeiten vorhält.“ (aus: Berufsverband Heilpädagogik 2018)
Arbeitsfelder (In welchen Handlungsfeldern ist man tätig?)
Einrichtungen der Eingliederungshilfe, wie:
  • Heilpädagogische Praxen, Frühförderstellen/ sozialpädiatrische Zentren und Ambulanzen
  • Kindertageseinrichtungen, integrative Kindertagesstätte
  • schulvorbereitende Maßnahmen
  • Erziehungsberatungs-, Familien- und Schulberatungsstellen/ Familienzentren
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe/ familienentlastende Dienste, stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Familienhilfe, z. B. Tageseinrichtung, Heime, Kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken und Praxen
  • Schulen (je nach Bundesland)
  • Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke/ Rehabilitationseinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen
  • stationäre und teilstationäre Wohnheime und Wohngruppen der Behindertenhilfe, Altenwohn- und Pflegeheime
Zentrale Anforderungen in diesem Beruf (Welche Stärken sollte man mitbringen?)
  • Selbstständigkeit, Organisationsfähigkeit
  • Empathie, Kommunikationsfähigkeit
  • Beobachtungs- und Dokumentationsfähigkeit
  • Methodenkompetenz
  • Netzwerkdenken und –handeln
  • Bereitschaft sich in Theorien einzuarbeiten, etc.
Zugangsvoraussetzungen (Welche Schul- oder Berufsabschlüsse werden erwartet?)
  • Fachoberschulreife und
  • eine abgeschlossene Fachschulausbildung im Bereich des Sozialwesens (Erzieher_innen oder Heilerziehungspfleger_innen)
  • oder
    eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation (Gesundheits-, Krankenpflege, Altenpflege, Ergotherapie, Krankengymnastik etc.)
  • oder
    ein Meisterabschluss und ein einjähriges Praktikum im sozialen Bereich
  • oder
    einen Bachelorabschluss im sozialen Bereich
Weitere Abschlüsse (Welche Abschlüsse kann man parallel zur Ausbildung erreichen?)
Anerkennung von 75 Creditpoints für den Aufbaustudiengang BA Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Management/Mentoring an der FHdD Bethel
Anschlussmöglichkeiten/ berufliche Perspektiven (Wie kann es nach der Ausbildung weitergehen?)
  • Berufliche Tätigkeit in diversen Handlungsfeldern
  • Selbstständigkeit als Heilpädagog_in
  • Aufbaustudiengang BA Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Management/Mentoring an der FHdD Bethel
  • Diverse Fort- und Weiterbildungen
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